Nach der «Schwierigkeiten beim Verständnis der Narayama ? Lieder» von Shichiro Fukazawa
In einer poetischen Inszenierung erzählt Narayama die berührende der alten O'Rin, die mit 70 Jahren den gesellschaftlichen Regeln des japanischen Bergdorfes folgt und ihren Tod auf dem Berg sucht. Auf einem Brett sitzend wird sie von ihrem Sohn auf den weit entfernten Narayama, den Sitz eines Gottes getragen, um dort zu sterben. Das grösste Glück bedeutet für sie, als es, wie eine Weissagung in einem der Narayama-Lieder lautet, zu schneien beginnt.
Die erschreckend einfache Geschichte bewegt sich auf archaischem Boden. Das Schicksal dieser Menschen, ihr Leben und ihr Tod, wird durch ein bestimmt, dem niemand entkommt: Dem Hunger ist jedes Gesetz und jede Moral unterworfen. Das Regelwerk des Zusammenlebens, gewachsen über Generationen, zeichnet sich durch Klarheit und Strenge aus.
Im Mikrokosmos erkennen wir die grossen Fragen und Zweifel der menschlichen Existenz wieder.
Narayama wurde am 3. Dezember 2004 im Theater Tuchlaube in Aarau uraufgeführt. Die zur Premiere. Vom 2. - 5. wurde das Stück am Schlachthaustheater Bern, gespielt, weitere Gastspiele sind geplant.
Narayama wurde von Stine Durrer/Werner Bodinek initiiert. fischteich zeichnet für Inszenierung und Dramaturgie verantwortlich, mit einem erfahrenen realisiert und mit dem Theater Tuchlaube und dem Schlachthaus Theater koproduziert.